Über Meinungsmacher und Märkte – das war das Planspiel Fondsmanagement 2019

30. September 2019 Perspektive, Zukunft und Stabilität

Das Planspiel Fondsmanagement für Auszubildende und Trainees bei Union Investment gibt es bereits seit 2013. Auch in diesem Jahr lief es wieder von Anfang März bis Ende August. Zwei Teams traten dabei gegeneinander an: der Azubijahrgang 2017 der Investmentfondskaufleute mit insgesamt sechs und der Traineejahrgang 2018 mit zwölf Teilnehmern. Ihre Aufgabe: mit einem fiktiven Startkapital von 100 Millionen Euro für institutionelle Anleger einen Fonds zusammenzustellen, aufzusetzen und aktiv zu managen. Zu gewinnen gab es neben dem ersten Platz aber schon während des Spiels eine ganze Menge – auch an Erfahrung im Umgang miteinander.

Alles begann im März mit einem Pitch vor einer Gruppe institutioneller Anleger, in diesem Fall bestehend aus Vertretern des Portfoliomanagements und der Personalentwicklung von Union Investment. Da hieß es für die Azubis und Trainees, für kreative und klug ausgearbeitete Fonds-Konzepte jeweils 100 Millionen Euro anvertraut zu bekommen. Das Team von Trainee Ann-Katrin Ruhnow hatte dazu einen besonderen Ansatz erarbeitet: “Wir haben uns über die Trends unserer Generation ausgetauscht und überlegt, wie wir diese in unserem Fonds „UniInstitutional Millennial Manager“ investierbar machen können.“ Auch die Azubis konnten die Anleger mit ihrem Fondskonzept „UniDyadisch“ überzeugen.

Von den Märkten getrieben

So ging es dann für beide Teams schnell zur Sache. Die Dynamik der Märkte sorgte während der sechs Monate, in denen das Planspiel dauerte, für reichlich Gesprächsbedarf in beiden Teams. Das bekam auch Finn Warncke, Auszubildender Investmentfondskaufmann, beim Management seines Fonds mit dem Namen „UniDyadisch“ zu spüren. „Mir wurde im Verlauf des Spiels erst richtig bewusst, was es heißt, von den Kapitalmärkten getrieben zu werden. Permanente Aufmerksamkeit und Selbstkritik sind dabei die maßgeblichen Erfolgsfaktoren“, berichtet Finn über seine Learnings.

Auch Trainee Ann-Katrin musste feststellen, wie nervenauftreibend die Märkte sein können: „Wir haben bei der Performance der Titel in unserem Portfolio regelrecht mitgefiebert.“

Viele Meinungen und harte Learnings

Die Teilnehmer des Spiels haben freien Spielraum bei der Gestaltung ihres Fonds. Sie dürfen auch alle ihnen zur Verfügung stehenden Kontakte, Materialien und Systeme innerhalb und außerhalb der Union Investment Gruppe nutzen. Entscheidungen müssen sie jedoch immer in der Gruppe abstimmen. So sind die Regeln. Für Niklas Hille, Auszubildender Investmentfondskaufmann, war das rückblickend besonders spannend. Denn es hieß, in einer Gruppe mit verschiedenen Meinungsbildnern zu arbeiten. „Da waren sowohl Durchsetzungsvermögen als auch Kompromissbereitschaft gefragt“, erklärt der Azubi. Das bestätigt auch Teamkollege Finn: „Das war besonders in Situationen schneller Entscheidungen spürbar. Eine klare Organisation und das Engagement während den zahlreichen kontroversen Diskussionen im Team haben unser Planspiel sehr stark geprägt.“

Tom Gius, ebenfalls Auszubildender Investmentfondskaufmann, hat bei all dem sein Wissen und Verständnis für den Kapitalmarkt deutlich erweitern können, wie er an sich selbst beobachtete: „Ich habe ein Gespür dafür gewonnen, wie man ein Portfolio möglichst kostengünstig gegen einzelne Marktbewegungen absichern kann, musste aber gleichzeitig auch lernen, was es bedeutet, wenn man mit seinen Überlegungen und der daraus resultierenden Strategie falsch liegt.“

Nicht nur Performance zählt

Am 13. September 2019 wurde der Schlussstrich gezogen. Da präsentierten beide Teams ihre Ergebnisse und standen dem Steuerungskomitee Rede und Antwort. „Beide Teams haben eine hervorragende Teamleistung gezeigt“, so das Urteil des Komitees. „Und mit den beiden Fonds haben sie für ihre fiktiven institutionellen Anleger jeweils eine attraktive Performance generiert“, so das Komitee weiter. Dr. Max Mihm, Senior Portfoliomanager, zeigte sich dabei sichtlich beeindruckt, wie kreativ die Azubis ihr Portfolio aufgesetzt hatten, indem sie beispielsweise Vola-Futures als Substitut für Aktien-Futures wählten.

Das Komitee gewichtete die Perfomance aber nur zu 50% für die Ermittlung der Sieger. Mindestens ebenso wichtig waren nämlich in Summe der erfolgreiche Pitch vor den „institutionellen Anlegern“ zu Beginn, das monatliche Berichtswesen inklusive Lernkurve und natürlich die Abschlusspräsentation.

Am Ende lagen unter dem Strich dann die Trainees mit ihrem „UniInstitutional Millennial Manager“-Fonds knapp vorne und sicherten sich so den ersten Platz. Für Azubi Niklas aber kein Grund zu trauern. Er zieht trotz zweitem Platz eine positive Bilanz: „Ich konnte trotzdem viele positive Eindrücke und Erfahrungen aus dem Planspiel mitnehmen.“